
Am nächsten Nachmittag spazieren FIDARA, Konrad, Jeff und Lisa gemeinsam durch den Park.
Die Sonne scheint, Schmetterlinge tanzen über die Blumen und aus den Bäumen zwitschern die Vögel.
Plötzlich bleibt Lisa stehen.
„Schaut mal! Da drüben bewegt sich etwas!“
Zwischen den Grashalmen sitzt ein kleiner Igel. Er rollt sich nicht ein und sieht müde aus.
„Der Arme!“, ruft Lisa. „Wir müssen ihn sofort mit nach Hause nehmen!“
Jeff kniet sich vorsichtig hin.
„Vielleicht hat er sich verletzt.“
Konrad betrachtet den kleinen Igel aufmerksam.
„Oder er ist krank.“
FIDARA erinnert sich an die Worte der LICHTIs.
„Wisst ihr noch? Erst genau hinschauen – dann handeln.“
In diesem Augenblick erscheinen LI-VRUMM, RIU-LAN und DENDRIVA.
„Ihr habt euch schon das Wichtigste gemerkt“, sagt DENDRIVA lächelnd.
„Mitgefühl ist wunderbar“, ergänzt RIU-LAN. „Aber gute Hilfe beginnt mit Ruhe und Beobachtung.“
Die Kinder setzen sich leise ins Gras und beobachten den kleinen Igel.
Nach einer Weile entdecken sie, dass eines seiner Hinterbeinchen verletzt ist.
„Jetzt wissen wir wenigstens, warum er nicht weglaufen kann“, sagt Jeff.
„Aber was machen wir nun?“, fragt Lisa.
LI-VRUMM lächelt.
„Was meint ihr denn?“
Die vier Kinder überlegen gemeinsam.
„Wir sollten ihn nicht einfach hier liegen lassen“, sagt Konrad.
„Aber wir dürfen ihm auch nicht schaden“, ergänzt FIDARA.
„Vielleicht brauchen wir einen Erwachsenen, der sich mit Wildtieren auskennt“, meint Jeff.
„Und bis dahin sorgen wir dafür, dass niemand auf ihn tritt“, schlägt Lisa vor.
„Das klingt nach einem guten Plan“, sagt DENDRIVA.
Konrad läuft zur nahegelegenen Parkverwaltung und bittet um Hilfe.
Jeff bleibt beim Igel und spricht ganz leise mit ihm.
Lisa holt vorsichtig eine flache Schale mit Wasser.
FIDARA erklärt den Spaziergängern freundlich, warum sie den kleinen Igel nicht anfassen sollen.
Schon bald kommt eine nette Frau, die sich mit Wildtieren auskennt.
Sie untersucht den Igel behutsam.
„Ihr habt alles richtig gemacht“, sagt sie. „Er braucht jetzt Ruhe und eine fachkundige Pflege. Danke, dass ihr nicht einfach gehandelt habt.“
Die Kinder freuen sich.
„Dann wird er wieder gesund?“, fragt Lisa.
„Mit etwas Glück schon“, antwortet die Frau lächelnd.
Als sie den kleinen Igel behutsam in eine Transportbox legt, schaut er die Kinder mit seinen kleinen Knopfaugen an.
„Ich glaube, er wollte sich bei uns bedanken“, flüstert Jeff.
LI-VRUMM zwinkert.
„Vielleicht hat er das ja wirklich.“
Die LICHTIs verabschieden sich.
„Heute habt ihr etwas Wichtiges gelernt“, sagt RIU-LAN.
„Nicht jede Hilfe bedeutet, alles selbst zu machen“, ergänzt DENDRIVA.
„Manchmal besteht die größte Hilfe darin, ruhig zu bleiben, gut nachzudenken und die richtigen Menschen zu holen“, sagt LI-VRUMM.
Die vier Freunde nicken.
Auf dem Heimweg erzählt jeder, was er heute gelernt hat.
Und FIDARA sagt lächelnd:
„Allein wäre keiner von uns auf die beste Lösung gekommen.“
„Aber gemeinsam schon“, antworten die anderen wie aus einem Mund.
Hoch über ihnen fliegt ein Rotkehlchen von Ast zu Ast.
Und irgendwo zwischen den Bäumen kichern drei LICHTIs, weil sie wissen:
Aus vier guten Freunden werden langsam vier kleine LiHoFaBos – Boten des Lichts, der Hoffnung und der Fantasie.
