🌟 LICHTI und seine Freunde

lDas Lichtmännlein LICHTI und seine Freunde

Die erste LICHTI-Erzählung überhaupt.

Gia Simetzberger, September 2012, überarbeitet 2026

Das Lichtmännlein LICHTI kam vor langer Zeit mit einer großen Schar seines Volkes aus einem fernen Sternensystem auf die Erde. Sein Volk wird ebenfalls LICHTIs genannt. Manche Menschen sprechen auch liebevoll von den Lichtmännlein.

Viele LICHTIs leben in einem verborgenen Tal, das noch kein Menschenauge je gesehen hat – bis auf ein einziges Mal.

Damals spielten einige Kinder in der Nähe. Plötzlich sahen sie etwas huschen, das wie ein kleiner Mensch aussah. Es hatte weiche Zacken auf dem Kopf und kleine knollige Händchen. Als das geheimnisvolle Wesen bemerkte, dass die Kinder es entdeckt hatten, verschwand es lautlos und hinterließ nur ein warmes, freundliches Leuchten.

LICHTI und seine Freunde können ihre Größe und ihre Farben verändern. Sind sie besonders fröhlich und ausgelassen, erscheinen bunte Lichtpunkte auf ihrem leuchtenden Gewand.

Und fröhlich sind sie fast immer.

Zu ihren größten Vergnügungen gehört das Lichtsurfen. Auf schimmernden Brettchen aus Sternenstaub gleiten sie zwischen den Sternen hindurch. Blitzschnell sausen sie durchs All. Dabei wetteifern sie nicht miteinander. Jeder versucht nur, ein wenig geschickter zu werden als zuvor.

Ihre Körper sind federleicht. Nahrung brauchen sie nicht, denn sie leben vom Licht.

Seit Jahrtausenden kennen die LICHTIs das Geheimnis, Wünsche Wirklichkeit werden zu lassen. Sie öffnen ihre Herzen, füllen sie mit Freude, stellen sich ihren Wunsch ganz genau vor und glauben fest daran. So finden viele ihrer Wünsche wie von selbst ihren Weg in die Wirklichkeit.

Auch LICHTI lernte eines Tages das Lichtsurfen und führte seine neuen Kunststücke stolz seinen Freunden vor.

Ja, die Lichtmännlein sind fast immer fröhlich und voller Lebensfreude. Natürlich gibt es auch Lichtmädchen. Sie sind ebenso freundlich, tragen gerne kleine Glitzersternchen im Haar und lachen besonders herzlich. Sie fühlen sich geborgen und leben ohne Sorgen. Deshalb ist für sie immer alles da, was sie wirklich brauchen.

Eines Tages fasste LICHTI den Entschluss, die Menschen zu besuchen und sie ein wenig zu beobachten.

In einem kleinen Dorf setzte er sich auf das Dach eines dunkelroten Hauses. Von dort sah er die Kinder zur Schule gehen, beobachtete Autos und Traktoren, entdeckte Pferde und Kühe auf den Wiesen und staunte über das bunte Treiben.

Neugierig schlüpfte er in einen Stall und plauderte in der Sprache des Herzens mit einigen Ferkeln. Zu den Katzen und Hunden hielt er lieber ein wenig Abstand, denn sie bemerkten ihn sofort und begrüßten ihn mit lautem Miauen und fröhlichem Gebell.

Das Lichtmännlein und seine Freunde lieben Kinder von ganzem Herzen.

LICHTI flog hinüber zum kleinen Spielplatz hinter dem Kirchlein und setzte sich auf eine Schaukel. Schon bald kamen zwei Buben und ein Mädchen, die friedlich miteinander spielten. Das machte ihn sehr glücklich.

Wenn ein Kind traurig ist und LICHTI es bemerkt, wird auch sein eigenes Licht ein wenig stiller. Sein Leuchten wird sanfter und seine Farben werden etwas blasser.

Dann flüstert er dem Kind lautlos, nur in der Sprache des Herzens, zu:

„Es wird alles wieder gut.“

Oder:

„Nur Mut! Du schaffst das.“

LICHTI spürt ganz genau, was ein Menschenkind in diesem Augenblick braucht, um wieder Hoffnung zu finden.

Denn für ihn gibt es kaum etwas Schöneres, als einem Kind ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern.

Alte Version

Gia Simetzberger, September 2012

Das Lichtmännlein LICHTI kam vor langer Zeit mit einer großen Schar seines Volks von einem anderen Sternensystem. Das Volk ist ebenfalls als  LICHTIs bekannt. Manchmal nennt man sie Lichtmännlein.

Viele LICHTIs leben in einem versteckten Tal, das kein Menschenauge jemals erblickt hat, bis auf ein einziges Mal.

Dieses eine Mal spielten Kinder in der Nähe und sahen etwas huschen, das wie ein kleiner Mensch aussah, aber weiche Zacken auf dem Kopf trug und knolligen Händchen hatte. Dieses Etwas bemerkte die Kinder und ließ ein freundliches Leuchten zurück.

LICHTI und seine Freunde können ihre Größe und Farbe verändern. Wenn sie ausgelassen und fröhlich sind, erscheinen bunte Punkte auf ihrem Lichtkleid.

Und sie sind meistens fröhlich. Eines ihrer Lieblingsvergnügen ist es, auf Brettchen, die aus Sternenstaub erdacht sind, zwischen den Sternen hin- und her zu surfen.

Schnell wie der Blitz sind sie unterwegs. Mit großer Wonne flitzen sie durchs All. Sie sausen nicht um die Wette, sondern jeder von ihnen übt und probiert nur, wie er es nich geschickter macht. Ihre Körper haben fast kein Gewicht. Sie brauchen auch nichts zu essen, denn sie leben vom Licht.

Seit Jahrtausenden kennen sie das Geheimnis, ihre Wünsche zu verwirklichen. Sie öffnen ihre Herzen, füllen sie mit Freude an, malen sich ganz genau aus, was sie gerne möchten und glauben fest daran. Und schon gehen ihre Wünsche in Erfüllung. So leicht geht das.

So lernte LICHTI auch mal das Lichtsurfen und zeigte es seinen Freunden vor.

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Ja, sie sind fast immer fröhlich und vergnügt, die Lichtmännchen. Natürlich gibt es auch Lichtmädchen. Die Lichtmädchen sind sehr hübsch und tragen gerne Glitzsternchen im Haar. Sie fühlen sich sicher und leben sorglos. Und genau deshalb ist auch alles immer da, was sie brauchen.

Eines Tages beschloss LICHTI, die Menschen zu besuchen und zu beobachten. In einem kleinen Dorf setzte er sich auf ein dunkelrotes Hausdach und sah, wie die Kinder zur Schule gingen, sah Autos und Traktoren vorbeifahren, entdeckte Pferde und Kühe auf der Weide.

LICHTI schlich in einen Stall und plauderte in der Sprache des Herzens ein bisschen mit den Ferkeln. Zu den Katzen und Hunden hielt er einen Respektabstand, denn sie reagierten auf ihn mit viel Miauen und Gebell.

Das Lichtmännlein und seine Freunde lieben Kinder. LICHTI flog vom Dach zum Kinderspielplatz im Park hinter dem Kirchlein und setzte sich auf eine der Schaukeln.

Zu seiner großen Freude kamen bald zwei Buben und ein Mädchen, die friedlich miteinander spielten.

Wenn ein Kind einmal traurig ist und LICHTI das bemerkt, wird er selber ein wenig traurig. Er strahlt ein bisschen weniger als sonst, seine Farben werden blasser.

Unhörbar, also mit der Sprache des Herzens, flüstert er dem Kind zu: “Es wird alles wieder gut!” oder “Nur Mut, du schaffst es!” LICHTI spürt sehr gut, was ein Mensch gerade zum Glücklichsein braucht.

Ja, es gibt doch nichts Schöneres, als einem Menschenkind ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern!