
Einmal im Jahr treffen sich die LICHTIs zur großen Ratsversammlung im Sternenwald. Ihr Versammlungsplatz liegt zwischen uralten Tannen, deren Wipfel bis weit in den Himmel ragen.
Alle erwachsenen LICHTIs dürfen teilnehmen. Auch Jugendliche und Kinder sind herzlich willkommen – vorausgesetzt, sie können aufmerksam zuhören und Rücksicht auf die anderen nehmen. Für alle, die lieber herumtoben möchten, gibt es am Waldrand wunderschöne Spiel- und Sportplätze.
Jedes Jahr entstehen dort farbenfrohe Pavillons mit leuchtenden Dächern. Der größte von ihnen wird zum Konferenzhaus. Aus allen Teilen der Welt reisen die LICHTIs an – auf Wolken, auf Flugtieren, zu Fuß oder mit ihren lautlos schwebenden, transparenten Sirluk-Mobilen.
Leuchtende Zeichen auf Kleidung und Fahrzeugen verraten, zu welchem Volk jemand gehört. Doch meist erkennt man das schon auf den ersten Blick, denn jede Gemeinschaft besitzt ihre eigene Gestalt, Kleidung und ihre besonderen Fähigkeiten.
Da kommen die Lavalis, die Feuris, die Riddlinge, die Hurliwads, die Felsenhüter, die Wolkenwirbler, die Wassertänzer, die Tannlinge, die Fruchtis und viele andere LiHoFaBos.
Das Wiedersehen ist jedes Mal ein großes Fest. Zwei Tage lang wird gelacht, musiziert, getanzt und erzählt. Alte Freunde treffen sich wieder, neue Freundschaften entstehen, und jeder berichtet von seinen Erlebnissen des vergangenen Jahres.

Am dritten Tag beginnt die eigentliche Ratsversammlung.
Im großen Konferenzhaus werden wichtige Ereignisse vorgestellt. Am Abend ehrt man jene LICHTIs, die ein besonderes Jubiläum feiern oder sich für die Gemeinschaft verdient gemacht haben. In schwebenden Hologrammen werden die schönsten Ereignisse des Jahres gezeigt. Auch neue Ideen, Erfindungen und Projekte werden auf diese Weise vorgestellt. Für die Lichtbilder und Filme sorgen junge LiHoFaBos mit viel Fantasie und technischem Geschick.
Nach einer gemütlichen Pause mit gutem Essen und vielen Gesprächen beginnt die Vorstellungs- und Fragerunde. Daraus entwickeln erfahrene Kultur-LiHoFaBos gemeinsam das weitere Programm der Versammlung.
Die Beratungen verlaufen stets friedlich und fröhlich. Jeder LICHTI und jede LICHTine darf seine Gedanken aussprechen. Gemeinsam wird nach Lösungen gesucht, bis alle mit dem Ergebnis zufrieden sind.
Manche Aufgaben übernimmt anschließend eine kleine Arbeitsgruppe. Andere erledigt ein einzelner LICHTI besonders gut. Jeder bringt seine Talente dort ein, wo sie gebraucht werden.
Die Ratsversammlung wird jedes Jahr von anderen LICHTIs geleitet. So lernen viele, Verantwortung zu übernehmen und gut miteinander zu sprechen.
Nach den Beratungen beginnt das dreitägige Kultursymposium.
Musiker, Erzähler, Künstler, Erfinder und Handwerker zeigen ihre Werke. Manche treten selbst auf, andere genießen einfach das abwechslungsreiche Programm.
Natürlich kommt auch der Sport nicht zu kurz.

Die Kleinsten planschen im Wasser, spielen Ball oder bauen Hütten im Wald. Wer lieber liest, besucht das Lesezelt mit dem Lichtnetz und vielen spannenden Geschichten. Im Spielezelt warten Schach, Knobelspiele und viele gemeinsame Abenteuer.

Den fröhlichen Abschluss bildet der große Markt auf der Sternenwiese.
Dort werden köstliche Spezialitäten, besondere Samen und Pflanzen, kunstvolle Stoffe, handgefertigte Schätze und viele kleine Mitbringsel getauscht. Besucher aus allen Völkern stöbern neugierig zwischen den Ständen, erzählen Geschichten und nehmen schöne Erinnerungen mit nach Hause.
So endet jedes Jahr die große Jahresversammlung der LICHTIs – voller neuer Ideen, neuer Freundschaften und mit dem festen Wunsch, die Welt noch ein wenig heller zu machen.
Die Jahresversammlung der LICHTIs – Urversion (2015)
Eine LICHTI-Geschichte – Für Kinder! Gia 12 2015
Einmal im Jahr treffen sich die LICHTIs zu einer Ratsversammlung im Sternenwald. Ihr Treffpunkt ist von mächtigen Tannen umgeben.
An der Versammlung dürfen alle erwachsenen LICHTIs teilnehmen, aber auch alle Jugendlichen und alle Kinder, die leise sein und aufpassen können. Für jene Kinder, die sich lieber austoben wollen, sind Sport- und Spielplätze am Waldrand eingerichtet.
Jahr für Jahr werden Pavillons mit bunten Dächern errichtet. Der größte davon dient als Konferenzraum. Die LICHTIs reisen aus aller Welt in Wolken, auf Flugtieren, zu Fuß und in ihren transparenten Sirluk-Mobilen an.
Funkelnde Abzeichen auf Kleidung und Gefährt zeigen ihre Abstammung an. Doch die Hauptgruppen sind ohnehin auf Anhieb zu erkennen, so sehr unterscheiden sie sich in ihrer Gestalt und Tracht.
Da sind die Lavalis, die Feuris, die Riddlinge, die Hurliwads, die Felsenhüter, die Wolkenwirbler, die Wassertänzer, die Tannlinge, die vielen verschiedenen Fruchtis und viele andere.
Das Wiedersehen löst Freude aus, und so wird zunächst zwei Tage lang gefeiert.Es wird musiziert und getanzt. Alle erzählen von ihren Erlebnissen und Erfahrungen.
Am dritten Tag aber geht es an die Arbeit. Im Konferenzsaal wird Aktuelles berichtet. Am ersten Abend werden Jubilare geehrt. Holografisch sind die interessantesten Ereignisse des Jahres zu sehen. Auch neue Ideen und Projekte werden auf diese Art vorgestellt. Für die Technik sind junge Filmemacher zuständig.
Nach einer Pause, die ausreichend Zeit für Stärkung und Plausch bietet, folgt eine Vorstellungs- und Fragerunde. Anhand dieser wird von einigen We-Dalis, auch als Kultur-HOBOs bekannt, das weitere Programm für die Versammlung erstellt.
Die Versammlung verläuft immer ruhig, fröhlich und entspannt. Jeder LICHTI, jede LICHTine dürfen sich einige Minuten zu Wort melden. Ziele und Lösungen werden erörtert, bis alle mit dem Ergebnis zufrieden sind.
Manche Aufgaben werden einer Gruppe übertragen, die für deren erfolgreiche Umsetzung sorgt. Manches eignet sich besser für eine Erledigung im Alleingang.
Die Ratsversammlung wird von LICHTIs moderiert, die diese Aufgabe abwechselnd übernehmen.
Wenn die Ratsversammlung beendet ist, folgt ein dreitägiges Kultursymposium. Einige LICHTIs beteiligen sich daran musikalisch und künstlerisch. Manche schauen nur zu und sind als Publikum herzlich willkommen.
Zur sportlichen Betätigung bietet sich ebenfalls Gelegenheit.
Die Kleinen haben Möglichkeit zum Planschen und zu Ballspielen. Es gibt aber auch ein Zelt mit Lesestoff und Lichtnetz und ein Spiele-Zelt mit Schach und anderen Spielen.
Was wäre das Jahresereignis ohne den großen Markt am Wiesengrund? Er dient als Umschlagplatz für allerlei Köstlichkeiten, Andenken, Mitbringsel und ist berühmt für feine Stoffe und edle Handwerkskunst…
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