🔵 🛸 Die Milwabingas und die seltsamen Erdlinge

Drei Freunde entdecken die Kunst des Helfens

Vorwort: Willkommen auf Milwabinga!

Weit draußen im Weltall, viele Lichtjahre von unserer Erde entfernt, liegt ein Planet, den wohl noch kein Mensch entdeckt hat.

Er heißt Milwabinga.

Wer ihn besuchen könnte, würde aus dem Staunen nicht mehr herauskommen.

Dort wachsen Pflanzen in Farben, für die wir Menschen noch gar keine Namen haben. Manche Blätter leuchten, andere verändern ihre Farbe, wenn der Wind darüberstreicht. In den Gärten plätschert kristallklares Wasser, und aus den Häusern klingt Musik.

Die Bewohner dieses Planeten heißen Milwabingas.

Sie sehen recht unterschiedlich aus. Manche sind rundlich, andere lang und schmal. Einige tragen lustige Fühler, andere haben Zacken, Streifen oder bunte Flecken. Manche sind winzig klein, andere erstaunlich groß.

Auf Milwabinga findet niemand etwas Besonderes daran.

Denn dort zählt nicht, wie jemand aussieht, sondern wie er mit anderen umgeht.

Die Milwabingas sind neugierige, freundliche und erfinderische Wesen. Sie bauen wunderbare Geräte, reisen durch den Weltraum und beschäftigen sich mit allem, was sie noch nicht verstehen.

Besonders gerne musizieren sie. Sie singen, tanzen und erfinden immer neue Melodien. Manchmal kommen dabei so ungewöhnliche Klänge heraus, dass selbst die Milwabingas darüber lachen müssen.

Auch ihr Essen ist außergewöhnlich.

Aus Licht können sie kleine, vielfarbige Bonbons herstellen. Sie schmecken köstlich und enthalten alles, was ein Milwabinga zum Leben braucht. Dazu trinken sie reines Wasser.

Auf ihrem Planeten muss niemand hungern.

Überhaupt haben die Milwabingas eine bemerkenswerte Angewohnheit: Sie teilen gerne.

Wer etwas braucht, bekommt Hilfe. Wer etwas besonders gut kann, zeigt es den anderen. Und wer etwas Neues entdeckt, freut sich darauf, davon zu erzählen.

Das klingt beinahe zu schön, um wahr zu sein.

Natürlich geht auch auf Milwabinga gelegentlich etwas schief. Ein Gerät funktioniert nicht, jemand vergisst eine Verabredung oder ein Musikstück endet in einem fürchterlichen Durcheinander.

Aber die Milwabingas suchen dann gemeinsam nach einer Lösung.

Sie sind daran gewöhnt, einander zu vertrauen.

Und genau deshalb können sie sich nur schwer vorstellen, dass Hilfsbereitschaft anderswo zu Schwierigkeiten führen könnte.

Zum Beispiel auf der Erde.

Dort leben nämlich Wesen, die sich in manchen Dingen ganz ähnlich verhalten wie die Milwabingas – und in anderen vollkommen rätselhaft.

Sie können freundlich und großzügig sein, aber auch misstrauisch. Sie erfinden wunderbare Dinge und geraten darüber manchmal in Streit. Sie helfen einander, lehnen Hilfe ab oder verstehen sie völlig falsch.

Für drei junge Milwabingas klingt das nach einem besonders interessanten Forschungsgebiet.

Diese drei heißen Wirnu, Koraly und Tifannu.

Sie gehören unterschiedlichen Arten an, sind miteinander aufgewachsen und seit ihrer Kindheit unzertrennlich.

Wirnu denkt gerne nach, bevor er etwas unternimmt.

Koraly entdeckt überall etwas Neues.

Und Tifannu hat oft eine Idee, bevor die anderen überhaupt bemerkt haben, dass es ein Problem gibt.

Eines Tages beschließen die drei, ihre entfernten Verwandten auf der Erde zu besuchen.

Sie ahnen noch nicht, dass sie dort ausgerechnet über etwas sehr Vertrautes am meisten lernen werden:

über das Helfen.

Und dass ihnen dabei sogar ein berühmter Komponist, ein Vulkan und ein beinahe vergessener Tanz begegnen werden, hätten sie sich erst recht nicht träumen lassen.

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